Entrümple Dein Leben Teil 2: Die 30-Minuten Challenge für mehr Ruhe und Fokus

Diese kleinen Dinge rauben Dir mehr Energie, als Du denkst.

In meinem letzen Blog ging es um Frühjahrsputz im Büro und zuhause als ersten Schritt, der Raum im Innen und Außen schafft.

Heute gehen wir einen Schritt weiter.
Denn selbst wenn Dein Schreibtisch aufgeräumt ist und das gröbste Chaos verschwunden ist, gibt es oft noch etwas anderes, das permanent an Deiner Energie zieht: all die offenen Schleifen in Deinem Kopf.

Warum Dein Kopf im falschen Moment mit allem Möglichen ankommt

Du kennst das sicherlich auch:
Ausgerechnet dann, wenn Du konzentriert arbeiten, eine Entscheidung treffen oder in Ruhe ein wichtiges Gespräch führen willst, poppt all das auf, was Du schon lange vor Dir herschiebst:

  • Dann sitzt Du im Meeting – popp: Der Anruf beim Software-Support, weil irgendwas schon wieder nicht rund läuft.
  • Du willst eine klare Entscheidung treffen – popp: Das überfällige Mitarbeitergespräch.
  • Du bereitest eine Präsentation vor – popp: Du musst Dich jetzt endlich mal mit AI beschäftigen.
  • Du willst präsent sein für Dein Team, für Deine Klientinnen, für Dein Business – popp, popp, popp … Check-Up-Termin beim Zahnarzt, flackernde Bürolampe, Steuererklärung …

Und schon bist Du mit Deinen Gedanken nicht mehr bei dem, was gerade wirklich wichtig wäre.

Diese offenen Schleifen kosten Dich mehr Fokus, als Du merkst

Das Tückische daran?
Diese Dinge wirken einzeln oft klein oder banal. In der Summe ziehen sie Dir ständig Aufmerksamkeit und Energie ab. Und das macht Dich unruhig und auf Dauer zermürbt es Dich.

Gerade wenn Du Leaderin bist und Verantwortung für so viele trägst, willst Du nicht auch noch defekte Steckdosen, überfällige Arzttermine oder liegengebliebene Anrufe im Kopf. Du brauchst Deinen Fokus für Entscheidungen, Gespräche und Deadlines.

Wie ich meine eigene Irritationsliste geschrieben habe

So ging es mir vor ein paar Wochen an einem ziemlich vollen Tag. Eins nach dem anderen poppte in meinem Kopf auf — wie Popcorn.

Irgendwann hatte ich die Nase voll, schnappte mir Block und Stift und ging einmal ganz bewusst durch mein Büro und mein Business. Ich schrieb alles auf, was erledigt werden musste und immer wieder aufpoppte und mich irritierte.

Am Wochenende machten mein Mann und ich dann das Gleiche noch einmal für zu Hause: Zimmer für Zimmer, Garten, Garage, Keller. Alles kam auf die Liste — was repariert werden musste, was aussortiert werden sollte, was wir schon ewig ändern oder angehen wollten.

Danach setzten wir uns mit einer Tasse Kaffee zusammen und schauten uns ganz in Ruhe an:

  • Wer kümmert sich um was?
  • Wobei brauchen wir Unterstützung?
  • Und bis wann soll was erledigt sein?

Allein das war schon eine riesige Erleichterung für mich. Auch wenn es bisher „nur“ eine Liste war, war mein Kopf frei. Ich war innerlich viel ruhiger und konnte mich wieder auf das fokussieren, was wirklich zählt.

Warum eine Liste so entlastend wirkt

Und genau das ist der Punkt:

Sobald etwas sauber erfasst ist, kann unser Verstand aufhören, es uns im unpassendsten Moment wieder um die Ohren zu schlagen.

Was das für Dich bedeutet:

  • Du reduzierst gedankliche Dauerbeschallung.
  • Du priorisierst wieder klarer.
  • Du schleppst offenes Zeug nicht mehr ständig mental mit Dir herum.
  • Du bringst mehr Ruhe in Deinen Arbeitsalltag.

Oder anders gesagt: weniger lose Enden im Kopf, dafür mehr Präsenz, mehr Fokus und mehr Flow.

30-Minuten-Wochenend-Challenge: Schreib Deine Irritationsliste

Wenn Du magst, mach daraus gleich eine kleine 30-Minuten-Challenge.

Schritt 1: 15 Minuten alles aufschreigen

Stell Dir einen Timer auf 15 Minuten und schreib alles auf, was Dich gerade nervt, stört, Energie zieht oder immer wieder in Deinem Kopf aufpoppt und Dich irritiert.

Wirklich alles, ohne gleich darüber nachzudenken, wer was macht, wie lange das dauert, oder wann genau Du das alles schaffen sollst.

Du kannst jederzeit ergänzen, streichen oder umsortieren.
Es geht nicht darum, die perfekte Liste zu schreiben.
Erst einmal geht es nur darum, alles aus Deinem Kopf raus und aufs Papier zu bekommen.

Schritt 2: 15 Minuten sortieren und entscheiden

Wenn Deine Liste steht oder die 15 Minuten um sind, mach Dir einen Kaffee oder Tee. Stell den Timer wieder auf 15 Minuten und schau in Ruhe drauf:

  • Was davon kannst Du selbst angehen?
  • Was kannst Du delegieren?
  • Wobei brauchst Du Hilfe?
  • Und bis wann möchtest Du was erledigt haben.

Das ist kein weiteres Zeitmanagement-Tool.

Das ist ein Weg, um mentalen Druck rauszunehmen und wieder mehr Raum zu schaffen für klare Entscheidungen, gute Gespräche, Strategie, Führung, Dein Tam und Dich selbst.

Wenn schon der Gedanke an die Liste Dich stresst

Und falls Du gerade merkst, dass schon allein der Gedanke an diese Liste in Dir eher ein „Oh Gott, das krieg ich nicht auch noch auf die Reihe“ auslöst, dann fang nicht gleich mit dem Schreiben an:

👉 Nimm Dir erst ein paar Minuten für Dich und tapp mit mir im begleitenden Vidoe. Nutze es als kleinen Reset, bevor Du loslegst — damit Du nicht aus Stress, sondern mit mehr Ruhe und klarem Kopf an Deine Irritationsliste rangehst.

Fazit: Weniger Kopfchaos, mehr Fokus

Manchmal braucht es keine riesige Veränderung.

Manchmal reicht es schon, die vielen kleinen Dinge, die ständig an Dir ziehen, aus Deinem Kopf zu holen und endlich einmal sichtbar zu machen.

Genau das kann im Führungsalltag einen größeren Unterschied machen, als viele denken.

Und wenn Du Dich der Challenge stellst:
Was ist gerade so eine offen Schleife, die Dir unnötige Energie zieht?

Danach lass es Dir erst einmal gut gehen – mit einer kleinen Belohnung 😉.

Herzliche Grüße
Deine Sibylle 🌸

P.S. Nächste Woche geht’s im dritten Teil darum, wie Du Deine alten Spinnweben im Kopf loswirst.

Du kennst die Tapping-Punkte noch nicht?
Dann schau Dir zuerst mein kurzes Video dazu an.

Gender-Hinweis

Ich schreibe so, dass es einfach und flüssig zu lesen ist. Sprache sollte sich gut anfühlen, statt kompliziert zu sein. Viel wichtiger als Wortkonstruktionen ist für mich echte Gleichberechtigung ALLER im Alltag.

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Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informations- und Lernzwecken. Er soll Dich inspirieren und zum Nachdenken anregen. Was Du daraus machst – ob und wie Du etwas umsetzt –, liegt ganz bei Dir.

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Ich erhebe keinen Anspruch auf absolute Wahrheit. Alles, was ich hier teile, basiert auf meinen eigenen Erfahrungen und der Arbeit mit meinen Klientinnen. Es ist meine persönliche Meinung, geprägt von dem, was ich bisher gelernt und erlebt habe.

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