Entrümple Dein Leben Teil 3: Befreie Deinen Verstand für die wichtigen Dinge im Leben

Warum alte Gewohnheiten Dich im Führungsalltag ausbremsen

Ich erinnere mich noch genau an einen Moment vor einigen Jahren.

Ich saß in einem Meeting auf der gegenüberliegenden Seite der Fenster. Irgendwann lehnte sich ein Teilnehmer, der direkt am Fenster saß, zurück, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und sagte nur:
„Puh, ist das hier heiß drin.“

Und ich bin natürlich sofort aufgestanden, um das Fenster zu öffnen.
Zum Glück hat mein Verstand mich nach ein paar Schritten eingeholt und gesagt:
„Bist Du eigentlich des Wahnsinns fette Beute? Der Mensch sitzt DIREKT am Fenster. Er kann es selbst aufmachen.“

Ich war gerade an der Tür angekommen, also bin einfach kurz rausgegangen. Und als ich zurückkam, waren alle Fenster weit offen und ich dachte nur:
„Na bitte, geht doch.“

So banal dieser Moment vielleicht klingen mag, so aufschlussreich war er für mich.

Alte Muster, die Dich Zeit & Energie kosten

Denn genau solche Automatismen laufen bei uns allen völlig unbemerkt im Hintergrund. Nicht, weil Du „zu nett“ bist. Sondern weil sich bestimmte Verhaltensweisen über Jahre so eingeschliffen haben, dass Du sie kaum noch hinterfragst.

Und dann passiert genau das:

  • Du kümmerst Dich zuerst um andere — und erst ganz zum Schluss um Dich selbst.
  • Du machst Dinge lieber schnell selbst, statt sie zu delegieren, weil es „einfach schneller geht“.
  • Du sagst Ja, obwohl innerlich alles in Dir Nein sagt.
  • Du hältst Dinge zusammen, die eigentlich nicht alle an Dir hängen müssten.

Das ist der Punkt, wo Du Dich im Führungsalltag selbst ausbremst.

Denn diese Muster wirken oft harmlos.

In Wahrheit aber kosten sie Dich auf Dauer enorm viel Zeit und Energie. Sie Sorgen dafür, dass Du Dich verzettelst, schwerer priorisierst und entscheidest – und irgendwann nur noch reagierst, statt wirklich zu führen.

Warum hinterfragen wir unsere Gewohnheiten nicht

Unser Gehirn liebt Wiederholungen.
Und je öfter Du etwas denkst, sagst, fühlst oder tust, desto automatischer läuft es irgendwann ab.

Das ist grundsätzlich etwas Gutes. Sonst müsstest Du jeden Morgen neu lernen, wie Du Zähne putzt, Auto fährst oder Deinen Laptop anschaltest.

Alle Verhaltensmuster waren uns irgendwann hilfreich. Sie halfen uns Energie zu sparen oder schützten uns – vor allem in der Kindheit – wie zum Beispiel:

  • immer verfügbar sein
  • bloß keine Umstände machen
  • lieber selbst machen als um Hilfe bitten
  • es allen recht machen wollen
  • sich zurücknehmen, statt klar Position zu beziehen

Und wenn Du das lange genug machst, fühlt es sich irgendwann einfach „normal“ an.

Vor allem wir Frauen lernen oft sehr früh, lieb, brav, hilfsbereit, angepasst und angenehm zu sein.
Das mag im Außen lange funktionieren.

Aber meist stehen Dir die Muster, die Dich früher unterstützt haben, irgendwann im Weg, vor allem dann, wenn Du führen, eigene Entscheidunge treffen und sichtbar sein willst,

Zeit, die Spinnweben im Kopf zu entfernen

Wenn Du wirklich endlich innere Ruhe, mehr Fokus und mühelosen Erfolg willst, reicht es nicht, nur Dein Umfeld zu entrümpeln oder
eine Irritationsliste zu schreiben, um Deinen Kopf freizubekommen.

Irgendwann musst Du auch an die unsichtbaren Muster ran, die Dich im Alltag immer wieder kleinhalten, ausbremsen oder erschöpfen. Sonst sabotierst Du Dich immer wieder nur selbst.

Die gute Nachricht:
Du musst dafür nicht Dein ganzes Leben umkrempeln.
Es reichen 3 einfache kleine Schritte, um groß rauszukommen.

Mach Dein Unterbewusstsein zu Deiner Alliierten

Dein Unterbewusstsein will Dich unterstützen, also gib ihm einen kleinen Schubs in die richtige Richtung.

Schritt #1: Erkenne Deine Muster

Du kannst nur verändern, was Du überhaupt bemerkst.

Frag Dich also einmal ganz ehrlich:

  • Wo ärgere ich mich im Alltag immer wieder?
  • Wo bin ich regelmäßig genervt, erschöpft oder innerlich angespannt?
  • Wo übernehme ich Dinge, die ich eigentlich gar nicht übernehmen müsste?
  • Wo sage ich Ja, obwohl ich Nein meine?

Denn genau da sitzen oft die Muster, die Dich Zeit und Energie kosten.

Schritt #2: Ersetze alte Automatismen bewusst

Alte Gewohnheiten verschwinden selten einfach so.
Aber Du kannst sie bewusst durch neue, stärkende Verhaltensweisen ersetzen.

Das geht nicht von heute auf morgen, aber – wie bei den alten – Schritt für Schritt immer besser und einfacher. So zum Beispiel:

Aus
„Ich mache das lieber schnell selbst.“

kann werden:
„Ich erkläre es einmal sauber — und entlaste mich dafür langfristig.“

Oder aus
„Ich antworte sofort auf alles.“

wird:
„Ich entscheide bewusst, was jetzt wirklich Priorität hat.“

Schritt #3: Schaffe neue Gewohnheiten, die Dich tragen

Schaffe Deine Gewohnheiten, so wie Du sie brauchst, um gewünschte Ergebnisse zu erzielen.

Ein einfaches Beispiel:

Vielleicht liest Du morgens als erstes Deine E-Mails. Und ehe Du es merkst, verzettelst Du Dich in Rückfragen, Kleinkram und Reaktionsmodus, bevor Du überhaupt einmal bei Dir oder Deinen eigentlichen Prioritäten angekommen bist. Und wieder hast Du das Gefühl, nichts geschafft zu haben.

Dann ist nicht Dein Problem, dass Du „zu wenig diszipliniert“ bist,
sondern, dass Du einer Gewohnheit folgst, die nicht mehr zu dem passt, was Du heute brauchst.

Eine neue Gewohnheit könnte dann sein, dass Du
morgens immer zuerst 60 Minuten an Deiner wichtigsten Aufgabe arbeitest und danach Deine Mails angehst.

Ein kleiner Schritt, der einen riesigen Unterschied machen kann.

Worum geht es am Ende wirklich?

Es geht nicht darum, jetzt alles an Dir zu optimieren oder gar,
dass Du ein „besserer Mensch“ wirst.

Du bist jetzt schon gut genug, genau so, wie Du bist.

Es geht lediglich darum, dass Du Dich nicht länger von alten Automatismen führen lässt, die einfach nicht mehr zu dem Leben und der Führungsrolle passen, die Du heute wirklich willst.

Deshalb:
Weniger innere Spinnweben, dafür
mehr Klarheit und
mehr Selbstführung.
Einfach mehr Zeit und Energie für Dich und das, was Dir wirklich wichtig ist.

👉 Vielleicht nimmst Du Dir gleich einfach nur ein paar Minuten Zeit und tappst mit mir eine Runde im Video, um ein bisschen Licht auf die alten Spinnweben in den dunklen Ecken scheinen zu lassen und Dich für neue Gewohnheiten zu öffnen.

Wenn Du die Tapping-Punkte noch nicht kennst,
schau Dir zuerst mein kurzes Video dazu an.

Ich wünsche Dir ein wunderschönes, sonniges und erholsames Osterwochenende.

Herzliche Grüße

Deine Sibylle 🌸

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Ich schreibe so, dass es einfach und flüssig zu lesen ist. Sprache sollte sich gut anfühlen, statt kompliziert zu sein. Viel wichtiger als Wortkonstruktionen ist für mich echte Gleichberechtigung ALLER im Alltag.

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Ich erhebe keinen Anspruch auf absolute Wahrheit. Alles, was ich hier teile, basiert auf meinen eigenen Erfahrungen und der Arbeit mit meinen Klientinnen. Es ist meine persönliche Meinung, geprägt von dem, was ich bisher gelernt und erlebt habe.

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