Du kannst mehr, als Du Dir gerade zutraust

Manche sagen: Selbstvertrauen ist nichts, womit wir nicht geboren werden.

Sie sagen: Selbstvertrauen kommt von Kompetenz, also daraus, dass Du Dinge kannst, weil Du sie oft genug gemacht hast.

Sie stützen sich dabei auf die Selbstvertrauen-Kompetenz-Schleife:

Je öfter Du etwas tust, desto besser wirst Du.
Je besser Du wirst, desto mehr vertraust Du Dir damit.

Oder schlicht gesagt: Wiederholung gibt Dir Sicherheit.

Selbstvertrauen kennst Du ganz sicher:
Wenn Du eine Aufgabe angehst und genau weißt, „das kann ich, das schaffe ich. Kein großes Zögern, kein inneres Drama. Easy-peasy, los geht‘s.

Und trotzdem möchte ich noch einmal auf die Aussage zurückkommen: „Wir werden nicht mit Selbstvertrauen geboren.“

Werden wir wirklich nicht mit Selbstvertrauen geboren?

Und da sage ich ganz klar „Jein“. 😉

Denn Selbstvertrauen ist nicht nur dieses Gefühl von „Na klar, kann ich“, das aus Erfahrung entsteht.

Es ist etwas viel Grundsätzlicheres:
Deine positive Grundhaltung, dass Du Herausforderungen erfolgreich und aus eigener Kraft angehen kannst.
Es ist das Gefühl von Selbstwirksamkeit.

Und damit sind wir alle geboren.

🌱 Du erinnerst Dich vielleicht nicht mehr, aber Du hast laufen gelernt, ohne Dich zu fragen, ob Du dafür geeignet bist. Und obwohl Du jeden Tag unzählige Male hingefallen bist, hast Du es einfach so oft probiert, bis es geklappt hat.

🌱 Oder beobachte Kinder, wie sie neugierig Dinge einfach ausprobieren. Sie scheitern, lachen und machen weiter. Sie denken nicht darüber nach, wie sie dabei wirken oder ob sie bewertet werden.

Was mit Deinem Selbstvertrauen passiert ist

Dieses ursprüngliche Vertrauen geht uns nicht verloren. Es wird nur überlagert:

  • Von Erfahrungen, die wir machen.
  • Durch Bewertungen von außen.
  • Und durch Schlussfolgerungen, die wir irgendwann für uns treffen – unsere Glaubenssätze.

Zum Beispiel:

  • Dass es sicherer ist, nichts zu sagen, wenn man sich nicht zu 100 % sicher ist.
  • Dass Fehler Konsequenzen haben könnten, wie z.B. Bestrafung.
  • Oder dass man sich erst „beweisen“ muss, bevor man sich Raum nimmt.

Wie sich das heute im Berufsalltag zeigt

Du überanalysierst Optionen, statt eine Entscheidung zu treffen, die eigentlich längst klar ist.

Du passt Deine Aussagen im Meeting an, je nachdem, wer am Tisch sitzt.

Du hältst Dich zurück, bis Du „wirklich alles durchdacht“ hast – und verpasst dadurch den Moment.

Du lieferst konstant gute Ergebnisse – und zweifelst trotzdem, ob es „wirklich gut genug“ ist.

Du suchst nach externer Bestätigung, obwohl Deine eigene Einschätzung oft völlig ausreichen würde.

Wie Selbstvertrauen wieder wächst

Die gute Nachricht:
Du kannst Dein Selbstvertrauen wieder stärken.

Und da kommt die Selbstvertrauen-Kompetenz-Schleife wieder ins Spiel.

Denn Selbstvertrauen wächst, wenn Du ins Tun kommst und dranbleibst.

Wenn etwas nicht sofort funktioniert:
Nimm das Ergebnis als Information, nicht als Bewertung.

Frag Dich:
„Was hat funktioniert – und was probiere ich beim nächsten Mal anders?“

Dieser kleine Perspektivwechsel macht einen großen Unterschied.
Du gehst raus aus Selbstzweifeln und rein in Deine Entwicklung.

Vier konkrete Wege, Dein Selbstvertrauen zu stärken

1. Bewusst kleine Risiken eingehen

Probier öfter mal was Neues. Nicht die großen Sprünge, sondern gezielte überschaubare Schritte.

Zum Beispiel: früher den eigenen Standpunkt äußern und kleine Entscheidungen schneller treffen.

2. Neues Lernen und Anwenden

Wenn Du immer wieder Neues lernst, verlässt Du Deine Komfortzone und zeigst Deinem Gehirn, dass Du Deine Umwelt aktiv gestalten kannst.

Setzt Du das Gelernte um, entsteht Selbstvertrauen.

3. Erfolge feiern

Jeden noch so kleinen Erfolg feiern im Business und auch Privat. 

Damit nimmst Du erreichte Ziele bewusst wahr. Du setzt Dopamin frei, ein „Glücksbotenstoff“, der Dich auch noch weiter motiviert, gute Leistung zu bringen. Du gibst Dir selbst die Wertschätzung, die Du verdienst.

4. Negative innere Dialoge stoppen

Wenn die Kritikerin wieder zu Höchstleistungen auffährt, frag Dich:

„Ist das eine Tatsache oder eine alte Geschichte?“

Und dann richte Deinen Fokus bewusst auf das, was Dich trägt, wie
Deine Erfahrung, Deine Stärken und Deine bisherigen Erfolge.

Beobachte Dich im Alltag

Wenn Du magst, beobachte Dich in den nächsten Tagen einfach mal:

  • In welchen Situationen vertraust Du Dir?
  • Und wo ziehst Du Dich innerlich zurück?

Versuche, nichts zu werten, sondern nur, Dich besser zu verstehen.

Das ist der erste Schritt zur Veränderung.

Selbstvertrauen entsteht nicht nur im Kopf

Und jetzt wird es interessant.

Du kannst Dir noch so oft sagen, dass Du kompetent bist – wenn Dein Körper in die Stressreaktion geht, Deine Gedanken rasen und Deine innere Kritikerin lauter wird, bringt Dir reines „positiv Denken“ oft wenig.

Denn Selbstvertrauen ist nicht nur ein Gedanke.

Gerade Zweifel, Unsicherheiten und Überzeugungen sind tief im Unterbewusstsein verankert – und der ganze Druck und Stress und Ängste sitzen auch im Körper fest.

👉 Genau dafür habe ich Dir ein kurzes Tapping-Video aufgenommen.

Tapping ist eine simple und wirksame Mind-Body-Technik, die Körper und Geist gleichermaßen beruhigt und wieder stabiler macht. Du kannst mit Tapping Zweifel und Unsicherheiten wahrnehmen, ohne Dich von ihnen steuern zu lassen. Gleichzeitig kannst Du wieder mehr in Deine innere Ruhe und Klarheit – in Dein Selbstvertrauen kommen.

Wenn Du magst, tapp doch gleich ein paar Minuten mit mir.

Lass es Dir gut gehen – immer.

Herzliche Grüße
Deine Sibylle 🌸

P.S. Du kennst die Tapping-Punkte noch nicht?
Dann schau Dir zuerst mein kurzes Video dazu an.

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Ich schreibe so, dass es einfach und flüssig zu lesen ist. Sprache sollte sich gut anfühlen, statt kompliziert zu sein. Viel wichtiger als Wortkonstruktionen ist für mich echte Gleichberechtigung ALLER im Alltag.

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