
„Wer bin ich schon, dass …“
… sich jemand für das interessieren sollte, was ich zu bieten habe?
… ich mich nach einer Beförderung oder Gehaltserhöhung frage?
… ich mich als Keynote Speakerin anbiete?
… ich mein eigenes Business starte?
… ich sichtbar werde und klar zu meiner Meinung stehe?
Diese Gedanken höre ich immer wieder von Frauen, die nach außen erfolgreich wirken und Verantwortung tragen. Sie führen Teams und werden von anderen geschätzt.
Und trotzdem stellen sie sich genau diese Frage:
„Wer bin ich schon?“
Meine Gegenfrage lautet:
Wer bist Du, es nicht zu tun?
Deine Stärke ist Deine Einzigartigkeit
Denn eines darfst Du nie vergessen: Du bist einzigartig. Niemand ist so wie Du
Niemand hat genau Deine Mischung aus Erfahrungen, Stärken, Talenten, Wissen, Intuition und Persönlichkeit. Niemand denkt wie Du. Niemand führt Menschen auf Deine Art. Niemand tut die Dinge so, wie Du. Und gerade das macht Dich wertvoll.
Da draußen warten Menschen auf Dich, die genau das brauchen, was nur Du ihnen geben kannst. Und wer bist Du, es ihnen nicht zu geben?
Was, wenn Du Dich einfach noch nicht bereit fühlst?
Vielleicht stehst Du gerade an einem Wendepunkt in Deiner Karriere, möchtest Dich neu ausrichten, den nächsten Schritt wagen, oder endlich das tun, was Du schon immer tun wolltest, aber Du hältst Dich zurück, weil irgendetwas sich nicht richtig anfühlt.
Eigentlich weißt Du, dass Du jetzt schon viel mitbringst, und trotzdem denkst Du, Du brauchst erst noch mehr Erfahrung, Wissen, Nachweise, Sicherheit, Zeit, etc.
Und irgendwo im Hintergrund läuft stets die leise Sorge mit:
Was, wenn die merken, dass ich gar nicht so gut bin, wie sie denken?
Für dieses Gefühl gibt es einen Namen. Die Psychologinnen Pauline Clance und Suzanne Imes beschrieben es bereits 1978 als das Impostor-Phänomen.
Wenn Deine Stärken zum Druck werden
Oft ist genau das, was Dich für andere so wertvoll macht, gleichzeitig das, was Dich selbst am meisten unter Druck setzt.
Du hast hohe Ansprüche an Dich. Du willst gute Arbeit leisten, Verantwortung übernehmen und für die Menschen da sein. Das sind Stärken, die Dich ausmachen und weit gebracht haben.
Druck entsteht dann, wenn aus hohen Ansprüchen unerreichbare Maßstäbe werden. Wenn Du glaubst, Du müsstest immer alles wissen, auf jede Frage sofort eine Antwort haben und für jedes Problem eine Lösung finden. Wenn Du meinst, Deine Arbeit müsse perfekt sein, bevor Du sie zeigen darfst. Wenn Du denkst, ein kleiner Fehler könnte alles infrage stellen.
Diese Gedanken sorgen dafür, dass Dein Nervensystem permanent auf Alarm steht. Sie lassen Dich jede Entscheidung mehrfach überprüfen, an Dir zweifeln und immer noch mehr brauchen, überarbeiten und an Dir feilen, bevor Du Dich bereit fühlst.
Und genau hier liegt das Dilemma: Solange Deine Messlatte immer höher liegt als das, was kein Mensch auf der Welt je erreichen könnte, wirst Du Dir selbst nie wirklich vertrauen.
Der innere Druck verschwindet nicht, wenn Du immer noch besser wirst. Er verschwindet erst dann, wenn Du aufhörst zu glauben, dass Du perfekt sein musst, um genügen zu können.
Die Welt bekommt nur eine abgespeckte Version von Dir
Wenn Du Dich immer wieder zurückhältst, bekommen alle Menschen um Dich herum nur eine abgespeckte Version von dem zu sehen, was wirklich in Dir steckt. Sei es Deine Familie und Freunde, Dein Team, Deine Klientinnen, und natürlich auch Du selbst.
Dabei steckt tief in Dir so viel mehr:
All das, was Du bereits hast, kannst, getan hast.
All Deine Ideen und Perspektiven.
All das will die Welt sehen, und zwar nicht irgendwann, wenn Du Dich endlich bereit fühlst, sondern jetzt.
Was möchtest Du anderen Frauen vorleben?
Lass mich Dir eine Frage stellen:
Möchtest Du Deinen Töchtern, Enkeltöchtern, Schwestern, Freundinnen, Mitarbeiterinnen, einfach all den Frauen, die zu Dir aufschauen wirklich vorleben, dass man sich kleinmachen muss?
Oder möchtest Du ihnen zeigen, dass es normal ist, den eigenen Platz einzunehmen, die eigene Stimme zu erheben und den eigenen Wert anzuerkennen und der Welt zu zeigen?
Denn genau das passiert, wenn Du anfängst, Dir selbst zu vertrauen:
Du gibst anderen automatisch die Erlaubnis, es auch zu tun.
Das ist der berühmte Ripple-Effekt, er endet nicht bei Dir, er breitet sich immer weiter aus.
Die Welt braucht nicht weniger von Dir, sondern mehr
Vielleicht kennst Du den Satz von Zig Ziglar:
„Du kannst im Leben alles bekommen, was Du möchtest,
wenn Du genügend anderen Menschen dabei hilfst, das zu bekommen, was sie möchten.“
Du und die Welt brauchen also mehr von Dir:
🌱 Mehr von DEINEM Wissen.
🌱 Mehr von DEINER Erfahrung.
🌱 Mehr von DEINER Persönlichkeit.
🌱 Mehr von DEINER Art, Menschen zu führen, zu begleiten und zu
inspirieren.
Wer sagt, dass Du perfekt sein musst, bevor Du Dich zeigst?
Du darfst jetzt anfangen – unperfekt perfekt – genau so, wie die ganze Welt sich zeigt.
Und ja, das Leben wir Dir Hürden in den Weg stellen.
- Natürlich werden immer wieder Zweifel bei Dir hochkommen.
- Klar wirst Du Fehler machen.
- Höchstwahrscheinlich werden nicht alle Deine Entwicklung gut finden.
- Und ganz sicher wird es Tage geben, an denen Du Dich fragst, ob Du wirklich weitermachen solltest.
ABER all das gehört zum Erfolg dazu.
Du musst nicht heute schon den ganzen Weg vor Dir ausgebreitet sehen. Du brauchst nur Dein Ziel, um den ersten ersten kleinen Schritt zu machen. Dann gehst Du den nächsten Schritt und noch einen und noch einen.
Welche Geschichte erzählst Du Dir über Dich selbst?
Hand auf’s Herz:
Achte immer wieder darauf, was Du noch über Dich selbst denkst. Vielleicht geht es in die Richtung:
„Ich hab doch keine Ahnung, wie man XYZ macht.“
„Mir fehlt es an Erfahrung auf ‚dem Gebiet‘.“
„Andere können das besser.“
„Ich darf mir da keine Fehler leisten.“
Und dann stell Dir die Frage:
Ist das wirklich die Wahrheit?
Oder erzähle ich mir nur eine alte Geschichte, die ich irgendwann einmal gelernt und seitdem nie mehr hinterfragt habe?
Wenn Zweifel auftauchen, mach Dir nicht wieder noch mehr Druck, sondern versuche zur Abwechslung einmal, Dir mit Verständnis, Freundlichkeit und Mitgefühl zu begegnen. So, wie Du es auch mit anderen tun würdest.
Mach das immer und immer wieder, denn so entstehen neue Überzeugungen, die Dich unterstützen. Nicht von heute auf morgen, sondern jedes Mal, wenn Du Dich trotz Deiner Zweifel für Dich selbst entscheidest.
Vielleicht beginnt Deine neue Geschichte heute
Ja, vielleicht beginnt Deine neue Geschichte genau heute und lautet ungefähr so:
„Ich muss nicht perfekt sein, um wertvoll zu sein.“
Oder so:
„Ich darf mich zeigen wie ich bin, damit ich anderen helfen kann.“
Oder ganz einfach so:
„Ich entscheide mich, mir ab heute zu vertrauen.“
Wie auch immer Deine Geschichte lautet, entscheide Dich für Deine Version.
👉 Damit Dir das leichter fällt, habe ich Dir wieder ein kurzes Tapping-Video aufgenommen. Es hilft Dir dabei, Dein Nervensystem zu beruhigen und Dir selbst wieder mehr zu vertrauen.
Die Welt braucht Dich – unperfekt perfekt
Denn die Welt braucht keine perfekten Frauen.
Die Welt braucht Frauen, die den Mut haben, ganz sie selbst zu sein.
Wir alle brauchen Deine ganze Version, keine halben Sachen und keine Kopien 😉.
Ich wünsche Dir, dass Du Dich diese Woche immer wieder fragst:
„Wer bin ich, es nicht zu tun?“
Vielleicht ist genau das die Frage, die gerade den Unterschied macht.
Lass es Dir gut gehen – immer – weil Du es Wert bist.
Herzliche Grüße
Deine Sibylle 🌸
P.S. Du kennst die Tapping-Punkte noch nicht?
Dann schau Dir zuerst mein kurzes Video dazu an.
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Ich schreibe so, dass es einfach und flüssig zu lesen ist. Meiner Meinung nach, sollte Sprache sich gut anfühlen, statt kompliziert zu sein. Viel wichtiger als Wortkonstruktionen ist für mich echte Gleichberechtigung ALLER im Alltag.
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Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informations- und Lernzwecken. Er soll Dich inspirieren und zum Nachdenken anregen. Was Du daraus machst – ob und wie Du etwas umsetzt –, liegt ganz bei Dir.
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Ich erhebe keinen Anspruch auf absolute Wahrheit. Alles, was ich hier teile, basiert auf meinen eigenen Erfahrungen und der Arbeit mit meinen Klientinnen. Es ist meine persönliche Meinung, geprägt von dem, was ich bisher gelernt und erlebt habe.
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